Kopfball geht auf die Birne
 

Ja, ich gestehe es: Trotz aller Versuche von Leo Kirch und SAT 1, uns den Fussball zu vermiesen, schau ich immer noch gelegentlich zu. Denn neben den eigentlichen Spielen gibt es ja auch noch einiges, was zur Erheiterung beitragen kann.

Haben Sie sich denn nicht auch schon mal damit amüsiert, mitzuzählen, wie oft ein Fußballer bei einem Interview einen Satz mit "ja gut" oder (manche variieren da ein bißchen) "na gut" beginnt ?

Nein ? Machen Sie das mal, Sie werden überascht sein.

Bisher dachte ich imnmer, dieses Phänomen käme daher, daß niemand den armen Kerlchen beigebracht hatte, sich vor der Kamera halbwegs vernünftig auszudrücken. Seitdem ich allerdings die folgende Nachricht gelesen habe, bin ich mir da nicht mehr so ganz sicher:

Die Gesundheitsmeldung des Monats.

Vorsicht Amateurfußballer: Wer öfter einen flotten Kopfball versucht, der verärgert seine grauen Gehirnzellen.

Wissenschaftler der britischen Keele University haben in einer Untersuchung mit 25 Hobbyfußballern herausgefunden, daß diese bei Tests zum Gedächtnis, zur Aufmerksamkeit und zur geistigen Beweglichkeit schlechter abschnitten, als Spieler anderer Kontaktsportarten.

Wesentlich scheint auch zu sein, wie häufig man den Ball mit dem Schädel kickt: Die Stürmer unter den getesteten jungen Männern schnitten deutlich schlechter ab, als diejenigen, die eher mit den Beinen arbeiten oder mit den Händen, wie etwa Tormänner. Grund dafür ist vielleicht, dass das Gehirn bei einem Kopfball durch den Aufprall am Schädelinneren leicht gequetscht wird.

Schön früher zeigten Studien, daß Fussballer gegenüber anderen Sportlern schlechter abschneiden, wenn es um die geistige Leistungsfähigkeit geht.

Ach so, deshalb!